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Freitag, 2. Dezember 2016

Der Rächer entrechteter Männer....

...oder: Lieber Gott, lass diese Inhaltsbeschreibung satirisch gemeint sein.

Eigentlich sollte ich ja daran arbeiten mal wieder etwas mehr Rezimäßiges zu verfassen, aber ich lasse mich gerade (auch wg. Urlaub) lieber vom Internet ablenken.
Und da stößt man dann beim Stöbern auch gelegentlich auf solche Machwerke wie das untere. Geschrieben von einem aufrechten deutschen Traummann sollte man meinen wenn man sich so die Inhaltsangabe beäugt.
(Hervorhebungen im Text stammen von mir)


Kurzbeschreibung

Bereits bei der Partnerwahl hat die Frau das Sagen. Und nicht selten soll es ein Märchenprinz sein, der ein Sammelsurium an positiven Eigenschaften in sich vereint, Schwächen zu haben, sollte er sich lieber nicht erdreisten. Kein Wunder, daß bei solch überzogenen Erwartungen mancher heimischer Mann auf der Strecke bleibt. Die ruhigeren, zurückhaltenderen und klassisch gebildeten Männer gelten oft als langweilig, werden leichter angefeindet als dass sie die Liebe finden, doch auch manche Frau bleibt als Folge verfehlter Kriterien weiblicher Wahl (sexueller Selektion) allein. Das Partnerinnenproblem wird durch den derzeitigen Massenimport männlicher Fremder massiv verschlimmert. Frauen wiederum müssen miteinander um die wenigen scheinbaren Traumprinzen konkurrieren, was sie selbst unter den Druck extremer Erwartungen setzt. Der Feminismus hat einen gehörigen Anteil an der Disharmonie von Mann und Frau. Beziehungen werden gewinnbringend zerbrochen. Doch wenn Ehen zerbrechen, verlieren beide. Es folgen oft Jahre der Ernüchterung. Dass am Ende keiner gewinnt, wenn eine Familie zerstört wird, wird von den Beteiligten häufig erst viel zu spät realisiert. Die männerfeindliche Stimmung im Land scheint jedoch keinen Frieden zuzulassen. Es müssen wieder natürliche Bezüge, mehr Harmonie und Mitgefühl zwischen den Geschlechtern geschaffen werden. Der Autor bricht eine Lanze für Verständnis und Akzeptanz seiner von Anfeindungen, Entrechtung und einseitiger weiblicher Wahl geplagten Geschlechtsgenossen, ihre unerfüllte Sehnsucht nach echter weiblicher Liebe, die mitfühlt und Anteil nimmt, statt egozentrisch zu fordern und Männlichkeit liebt, statt sie zu bekämpfen. Sein Werk ist ein hilfreicher Ratgeber für Männer und Frauen, die Seele des Anderen zu ergründen und den passenden Partner zu finden und zu halten.


Man(n) kann es kaum fassen, aber den oben zusammengefassten Dummstuss schafft der Autor tatsächlich auf über zweihundert Seiten auszuwalzen, zu dem kommt dann noch mindest ein weiteres Werk (Titel: Anmache - "dichterische Beschreibung von Zusammenhängen, die wir zu übersehen gewohnt sind.") in dem der nicht müde werdende Kämpfer für die (deutsche) Männlichkeit genau die selben Worthülsen verschießt.
 
 Die in Frage stehenden Zusammenhänge sind natürlich der böse Feminismus und die Bedrohung durch dunkle Fremde welche sich in Massen in "unser" Land und in die Herzen "unserer" Frauen drängen... es steht ja außer Frage das Deichmoles Geschlechts Gesinnungsgenossen jede Hilfe brauchen werden der sie habhaft werden können, sollten sie sich (was Gott verhüten möge) je verpaaren wollen, nur ob sich über selbstbewusst entscheidende Frauen und, man muss es annehmen sexuell attraktivere, "Fremde" zu ereifern ihnen dabei eine Hilfe sein wird?

Aber ich denke da werden ich mir kaum ernsthafte Sorgen darum machen müssen und kann beruhigt auf weibliche Intelligenz und daraus resultierender sexueller Selektion bauen. :D

Kommentare:

  1. Ach du Freude, was zur Hölle ist das denn?
    Solche Bücher sind der beste Beweis dafür, dass Feminismus bitter nötig ist.
    Interessant, dass der Autor Frauen das "Sagen" in Beziehungen zutraut, aber nicht, dass Frauen nicht alle nach dem gleichen Muster handeln und denken und ihnen bei der Partnerwahl Aspekte wie Intellekt tatsächlich auch wichtig sein können.
    Wie kann man Frauen und Partnerwahl nur so dermaßen verallgemeinern und grotesk verzerren?
    Und wer verlegt sowas?
    Da war wohl einer frustriert...

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    1. Ich unterstelle da einfach mal das der Autor von seinem eigenen Intellekt furchtbar überzeugt ist und es nicht fassen kann warum die bösen feministinen ihn alle abblitzen lassen.

      Interessant natürlich auch die Titelwahl: "Die weibliche Macht der Partnerwahl - Beziehungsentzug", gerade dieser Zusatz, der klingt für mich als will der Autor den Frauen damit ein geplantes Vorgehen unterstellen. Es klingt wie dieses Marktschreierische "Sexentzug", mehr noch es scheint mir das diese Polemik darauf hinausläuft das Männer glauben es gäbe es eine Art verbrieftes Recht darauf, gegen welches sich die Frauen stellen.

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