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Montag, 31. Dezember 2018

Weil's so Tradition ist...


... der Jahresüberblick:

 Auch wenn es das letzte halbe Jahr totenstill war, heisst das nicht dass ich nicht gelesen hätte in der Zeit.
Doch, doch, habe ich.
Sogar dieses Jahr wieder etwas mehr als im Vorjahr.

 Amy Harmon ist diesem Jahr mit zwei Büchern am Start gestanden für mich, das dritte (Queen & Blood) muss ich erst noch lesen: Bird & Sword und The Smallest Part.
 Zudem habe ich Tanya Huffs Blood Reihe (Vicky Nelson / Blood Ties TV Serie) erneut gelesen, und jepp, die Bücher gefallen mir noch genau so gut wie damals. Ich hatte ganz vergessen wie gut ihr Werwolfroman war und muss nun unbedingt The Silvered (Welches Tanya seinerzeit als "Werwölfe in Napoleons Zeit" bezeichente bevor es herauskam) für's neue Jahr ins Auge fassen - ganz abgesehen von ihren neuen Torin Kerr Romanen...
 Die Penderwicks, von Jane Birdsall, erlebten in diesem Jahr ihr vorletztes (Taschenbuchausgabe) Abenteuer auf Deutsch und ich kann es kaum erwarten den letzten Band (*schnüff*) in Händen zu halten - im Mai '19 erscheint das Hardcover als Die Penderwicks im Glück bei Carlsen.



Dies waren meine Bücher des Jahres (gelesen in '18)

 Das die Liste meiner Lieblingsbücher von einer Clean Romance angeführt wird, dürfte meine Leser nicht wirklich übrraschen, oder?
 Wer für Hollywood-Komödien im Stil von "Die Braut die sich nicht Traut" eine Schwäche hat, wird sich mit der Married-Reihe von Victorine E. Lieske köstlich amüsieren.
 Amy Harmon habe ich ja bereits oben erwähnt, ihre Bücher gehören immer wieder zu den Highlights.
 Als dritte im Bund gehört für mich Escape to Pirate Island, von Niahm Murphy, hinzu. Ein phantastisches, feelgood Piratenabenteuer mit einem lesbischen Liebespaar. 




Weitere Lesehighlights in '18:














 Amy Harmons "the smallest part" ist ein gefühlvolles Drama um Freundschaft, Liebe und Depression mit einem kleinen Schuß übernatürlichem, ich hoffe das Ihr Erfolg in Deutschalnd anhält und wir dieses Buch eventuell im neuen Jahr in deutscher Übersetzung sehen.
 Ana Tejanos "You could be the one" versammelt vier zuckersüße Freunde zu Liebhabern Geschichten angesiedelt in der Hauptstadt der Philippinen.
 "Scholar of decay" von Tanya Huff gehörte zu meinen diesjährigen re-reads. Eine herrlich düstere Geschichte angesiedelt im Ravenloft Universum, in dem es keine Happy-Ends gibt.
Und natürlich die "Penderwicks", Jane Birdsall gehört einfach derzeit zu meinen liebsten Jugendbuchautoren.


Die Enttäuschungen in '18:


 Über Barbour's Buch habe ich mich bereits hier ausgelassen.

 Zu Rebecca muss ich sagen, das Buch ist einfach ganz anders als erwartet.
Es fehlt ihm praktisch gänzlich an Spannung und schlägt uns 400 Seiten Charakterstudie um die Ohren. Dabei "lebt" es von einer Hauptcharaktere die nie persönlich auftaucht da sie bereits tot ist und von einer Protagonistin die sich weigert Protagonist im eigenen Leben zu sein... als solche ist die Zeichnung unserer namenslosen Erzählerin allerdings oft too close for comfort, wie man im Englischen würde sagen wollen, zu nah, zu realistisch:
When I heard the sound of the car in the drive I got up in sudden panic, glancing at the clock, for I knew that it meant Beatrice and her husband had arrived. It was only just gone twelve, they where much earlier than I expected. And Maxim was not yet back. I wondered if it would be possible to hide, to get out of the window into the garden, so that Frith, bringing them to the morning room, would say "Madam must have gone out," and it would seem quite natural, they would take it as a matter of course.
Für mich litt Rebecca beim Lesen daran das wir Gefangene sind, des Blickfelds und Gedankenmusters dieser namenlosen Erzählerin. Auch wenn man sich leicht in ihren Ängsten und Unsicherheiten wiederfinden kann, so recht sympathisieren mit ihr will man nie. Und die ganze Lektüre hindurch hatte ich das Gefühl das die wirklich interessanten Charaktere und ihre Geschichten uns dabei verborgen bleiben.

 Restart, von Mela Wagner, war ganz einfach nicht meines. Vom Start weg muss man sich auf eine Soap einstellen und als soche funktioniert die Geschichte auf der Unterhaltungseben mit ihren größer als das Leben Dramen die die Charaktere für sich selbst spinnen auch ganz gut. Nur auf die Dauer wird es dann etwas ermüdend und dass unsere Hauptcharaktere unentschloßen hin und her wanken, sich wiedersprüchlich mal so mal so geben... macht es nicht einfacher.
Mal erklärt Leni uns das sie am Rande des Selbstmords stand, und ihren Eltern dies klar war, mal flucht sie auf jene Eltern weil sie ihr Briefe vorenthalten haben von denen sie Fürchten mussten das sie ihre Tochter über jenen seelischen Abgrund gestürzt hätten... wer komplizierte Charaktere und großes (selbstgemachtes) Drama mag, dem wird es wohl gefallen. Nur meines, wie gesagt, war es nicht.



Random Notes:

 Beginnen wir mit einem Artikel der gleich zu beginn des Jahres meine Stimmung gehoben hat, wie man so schön sagt sometimes truth is more romantic than fiction:
Washington Post 03.01.2018

 Disney kündigt für 2019 ein "live-action" Remake von Susi und Strolch an.
Dieses soll mit geringerem Produktionsaufwand als das König der Löwen Remake exclusiv für den Disney Channel realisiert werden.
Ich bin zweigeteilt über diese Neuigkeit. Ein Teil will ganz emotional schon einmal auf Vorrat pikiert darauf reagieren, denn Remakes können nie die Klasse der Version erreichen mit der wir Groß wurden, und ein Teil ruft mir nicht weniger emotional zu das ich froh sein soll, dass die Lieblingsgeschichte meiner Jugend damit einer neuen Generation zugänglich wird.
Lady and the Tramp Remake 14.08.2018

 Via twitter gefunden: Eine Liste der bestverkauften Autoren in der SF&F, während die oberen Ränge erwartungsgemäß wenig Überraschungen bieten wartet der der Mittelteil mit durchaus unerwarteten Ergebnissen auf:
The Wertzone: The SFF All-Time Sales List 15.12.2018

 Vor ein paar Tagen habe ich Quantic Dreams neues Spiel "Detroit - Become Human" gestartet. Quantic Dreams legten mit "Fahrenheit" seinerzeit einen großartigen, vielversprechenden Start hin, an den sie, IMO, narrativ nie so recht anknüpfen konnten - bis jetzt. "Detroit" ist, nach meiner bescheidenen Meinung, das Spiel des Jahres geworden welches es geschafft hat Naughty Dogs Geniestreich "The Last of Us" vom narrativen Königsthron zu stoßen. In drei zunächst separaten Handlungssträngen steuern wir drei unterschiedliche Figuren, deren Ziele zeitweise ganz konträr laufen und den Spieler in echte Gewissenskonflikte stürzen, zum Beispiel wenn wir praktisch gleichzeit Kara steuern, den Androiden auf der Flucht, die ein kleines Kind in sicherheit bringen möchte, und Connor, den Polizei-Androiden dessen Aufgabe darin besteht diese Androiden zu jagen und damit in ihren Tod zu führen...
Wer eine Konsole sein eigen nennt und auf narrative Spielstränge steht, die nicht zwingend positiv enden, dem lässt sich "Detroit" nur wärmstens empfehlen, es wird in nächster Zeit kaum besseres kommen und setzt die Messlatte für Naughty Dogs kommendes "The Last of US 2" sehr hoch an.



Zitate 2018:

Als passender Start, eine großartige, tragische Eröffnungszeile:
'The Moonlight Sonata' envelops me again, and my mind follows its slow progression, returning me to a land so small and hungry, it devours its inhabitants, first sheltering them, then soaking in their blood.
Victoria Avilan, A Small Country about to Vanish


 "His pace quickened as her fingernails raked along the skin of his back, her gasps of pleasure an aphrodisiac as his heart pounded through every pore of his skin.       
She cried out a second time and he was indestructible.       
And then he answered with her name on his lips and he was destroyed."
Donna Alward, Sold to the Highest Bidder



 Das nächste Zitat ist mir dieser Tage erst auf twitter begegnet.
Eine Erinnerung daran das Terry Pratchett nicht nur ein herausragender Komiker war, sonder auch ein zutiefst menschlicher Philosoph:
Humans need fantasy to be human. To be the place where the falling angel meets the rising ape.
Terry Pratchett, Hogfather



 Zumeist habe ich es nicht mit moderner Prosa, aber ab und an trifft man doch auf Perlen.
Diese stammt aus einer Our Shared Shelf Runde:
the next time he
points out the
hair on your legs is
growing back remind
that boy your body
is not his home
he is a guest
warn him to
never outstep
his welcome again
Rupi Kaur, Milk and Honey


Statistik 2018:
 









2019 wants:

 Ich habe es Eingangs schon angeschnitten, für 2019 steht auf jeden Fall Tanya Huff auf dem Programm, ich habe sie inzwischen viel zu lange vernächlässigt.
Und natürlich Amy Harmon.
Sarah J. Maas Catwoman ist fest eingeplant zum Kauf, außerdem Wonder Woman für meinen Bruder.

Und dann bin ich da auf eine YA Anthologie gestoßen die im nächsten Jahr herauskommen soll welche einfach zu Verlockend klingt: 
His Hideous Heart (Flatiron Books, Sept. '19), versammelt aktuelle YA-Autoren (unter anderem Rin Chupeco und Kendare Blake) die den klassischen Geschichten von Edgar Allan Poe ihren persönlichen Spin geben.
Ich bin gespannt.


Donnerstag, 12. Juli 2018

tucking fypos



 Niamh Murpy's selbst verlegtes Escape to Pirate Island (2017, NIM Publishing) präsentiert uns eine wunderbare Abenteurgeschichte, dank fehlendem Buchstaben mit Steampunkperückenträger (ca. S.76):

 He was a short man, barely taller than Lily in her heels and far shorter than the overbearing Kingsley, even with his puffed-up, powered wig and tricorn hat perched perfectly on the centre of his head, he only came up to the Quartermaster’s nose.

Sonntag, 3. Juni 2018

tucking fypos


Von meiner derzeitigen Lektüre, die Heldin scheint wahrhaft ungewöhliche Fähigkeiten aufzuweisen.
(Fiddlehead Press, 2018):
 She narrowed his eyes at him. “Well then I suppose the stories I’ve heard about the Faie being a cruel race are all true.”


(The Merrow’s Golden Ring, by Sara C. Roethle)

Freitag, 6. April 2018

tucking fypos

 Mit Freude habe ich festgestellt das maritim die guten alten Larry Brent Romane von Dan Shocker als eBook wiederaufgelegt hat. Leider merkt man allerdings das diese mit einer Texterkennung eingelesen wurden, eine welche zum Beispiel aus "vorn" gerne "vom" macht und die Diskotheken ganz ungeplant zusetzt:
 "Von den geplagten sechzig Diskotheken waren vier bereits in vollem Betrieb. Und es zeichnete sich ab, was Finanzberater und Marktforscher zuvor errechnet hatten: Die Sache schien zu einem Geschäft zu werden."
 (Homunkula, Luzifers Tochter, ca. S. 31)

Freitag, 16. März 2018

Bird & Sword








Bird & Sword, Amy Harmon
(LYX, 2017)


Klappentext:
"Schlucke, Tochter, die Worte, die dir auf den Lippen liegen. Halte sie bei dir, auch wenn sie noch so viel wiegen.
...
Du wirst nicht reden, wirst keine Worte geben, wirst weder Himmel noch Hölle befehlen. Du wirst erblühen und nach Wissen streben. Schweige, Tochter, bleib am Leben."
 Kurz bevor sie unter dem Schwert des alten Königs stirbt, spricht die Mutter der kleinen Lark diese letzten Worte aus um ihre Tochter zu schützen.
 Im Lande Jeru ist Magie eine Todsünde, und Larks Gabe der Worte könnte sie ebenfalls das Leben kosten. Ihrer Stimme beraubt, wächst das Mädchen fortan wie in einem goldenen Käfig auf, denn durch den selben Fluch, der Lark die Stimme nahm, ist das Leben ihres Vaters an das ihre gebunden.
 Dreizehn Jahre nach jenem schicksalhaften Tag kommt der junge König Tiras an den Hof ihres Vaters. Da dieser seiner Treuepflicht nicht nachgekommen ist, nimmt Tiras Lark als Friedgeisel mit in die Hauptstadt. Denn der König braucht jeden Mann im Kampf gegen Vogelbestien, die das Land heimsuchen. Obwohl Lark eine Gefangene ist und den König zunächst fürchtet, begreift sie rasch, dass er nicht wie sein grausamer Vater ist.
Und bald geschieht etwas unfassbares – Tiras kann sie auch ohne ihre Stimme hören. Zwischen ihnen scheint ein geheimnisvolles Band zu existieren. Lark erkennt, dass der junge König ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann.


 Vorab sei gesagt, ich mochte Bird & Sword sehr. Die Geschichte hatte (für mich) Schwächen, zu denen wir gleich kommen, aber es ist Amy Harmon und bei Gott (no pun intended) ich glaube nicht das sie etwas Schreiben könnte das mir nicht gefallen würde.

Ein wenig Kritik am Werk:
 Bird & Sword ist Amy Harmons erstes reines Fantasywerk, so weit ich dass weiß, und ich hätte mir gewünscht sie wäre bei ihrem Weltenaufbau zu Beginn etwas mehr in das Detail gegangen. So gibt es in den ersten Kapiteln leider ein paar kurze Passagen bei denen ich aus dem Lesefluss gerissen wurde.

 Da wäre zum Beispiel die erste Begegnung mit den Volgar* von denen wir zunächst eine nur wenig hilfreiche Beschreibung geliefert bekommen:
Die Volgar kreischten wie Möwen. Sie waren eine Kreuzung zwischen Mann und Vogel, nur zehnmal so groß.
 „Zehnmal so groß“ als was genau?

 Auch das Setting erschien mir lange etwas Vage gehalten, so das ich bis zur etwa Mitte des Buches meine Vorstellung von der Welt in der Lark lebt ständig aktualisieren musste, was mich aber beim Lesen wirklich befremdet hat ist die Tatsache das dies zwar eine Mittelalterliche Welt ist, Lark aber an einer Stelle von Viren spricht...
 „Kjell!“, rief Tiras. „Schaff sie hier raus!“
 Die Tür blieb verschlossen.
 „Kjell! Ich bringe dich um!“, drohte der König.
 Aber offenbar glaubte Kjell ihm nicht oder vielleicht wollte er, dass wir beide starben. Ich fragte mich, ob König Tiras an einer ansteckenden Krankheit litt, womöglich einem tödlichen Virus, das mich umbringen würde, nachdem es ihn umgebracht hatte.
 Zu keinem weiteren Zeitpunkt, weder davor noch danach, gibt es einen Hinweis darauf das die Bewohner dieser Welt über irgendwelche Kenntnis mikrobiologischer Vorgänge verfügen...


 Mit den männlichen Charakteren, mit einer Ausnahme, und besonders dem romantischen Helden der Geschichte, König Tiras, wurde ich nur schwer warm. Obgleich man Tiras zugestehen muss das er sich um Larks Liebe zum Ende hin durchaus bemüht und sich diese redlich verdient, und obwohl man im weiteren anführen muss das Amy Harmons Charaktere grundsätzlich in kein Schwarz/Weiß Muster passen und stattdessen mit realistischen Ecken und Kanten daherkommen, gibt es eine Passage im Buch welche ich ihm, im Gegensatz zu Lark, nie so recht verzeihen wollte, nämlich wenn er seine gehobene Stellung betont und Lark zu verstehen gibt:
„...weil ich König bin. Und es deine Pflicht ist, mir zu Gefallen zu sein.“
 Nicht dass es dazu kommt, aber das nennt sich im Mindestmaß sexuelle Nötigung und beim Namen genannt Vergewaltigung. Dass Tiras als ein Mann dargestellt wird der offenbar nichts dabei findet einer Frau mit sexualisierter Gewalt zu drohen, und sei es auch ohne wirkliche Handlungsabsicht, zeichnet ein sehr bedenkliches Bild von seinem Charakter und von seinem Selbstverständnis als Herrscher.
Er ist wahrhaft weit weniger von seinem Vater entfernt, als er selbst sich glauben machen will im Buch.

 Auf der Plusseite für die Autorin muss ich an dieser Stelle aber auch erwähnen das Amy Harmon hier eine sehr klare Aussage trifft die gerade im Young Adult / New Adult (ganz zu schweigen von Dark Romance) Feld wie es mir scheint gerne übergangen wird:
 Sexuelles Verlangen ist nicht gleich bedeutend mit Zustimmung. Lark, die sich von Tiras durchaus sexuell angezogen fühlt und dies zu diesem Zeitpunkt auch schon angelegentlich erkennen ließ, macht dieses ihm gegenüber unmissverständlich klar. Womit wir eigentlich schon bei den Stärken von Amy Harmons Werk im allgemeinen und Bird & Sword im Besonderen sind:

 Abseits der oben angeführten Punkte hat mich das Buch hervorragend unterhalten. Amys Schreibstil erweist sich auch in der Übersetzung als angenehm fließend. Bird & Sword schafft bereits auf den ersten Seiten eine Atmosphäre in der man sich gerne verliert, entführt uns ins in eine Welt aus der man nur unwillig wieder zurückkehren mag.
 Und auch wenn das vage Setting einer meiner Kritikpunkte ist, auf eines macht die Autorin uns sehr früh aufmerksam, das dies ein Märchen ist, angesiedelt in einer Märchenwelt bevölkert von Prinzen und Prinzessinnen, erfüllt von Magie und Flüchen.
 Wer sich für Romantik nicht erwärmen kann, dem wird Bird & Sword zu gefühlsduselig daher kommen, die sich langsam entwickelnde Romanze zwischen Lark und Tiras steht klar im Mittelpunkt der Erzählung, denen aber die sich für Märchenneuinterpretationen oder einfach nur märcheninspirierte Erzählungen begeistern, kann ich das Buch nur Empfehlen.

 So wenig ich Tiras mochte, ein Mann der eine junge Frau entführt um den Dienst ihres Vaters zu Erpressen kann beileibe kein Mann von hoher Ehre sein, so leicht wickelte mich Lark um ihren Finger. Sie wirkt zugegebener Maßen naiver als andere Heldinnen der Autorin, aber es ist gleichermaßen die geradezu kindliche Freude und Begeisterung mit der sie Bücher und das Lesen für sich entdeckt, wie ihr wachsendes Selbstbewusstsein was einen als Leser sich verlieben lässt.
 Das Herz und die Seele das Buches jedoch liegen ganz in einer Nebenfigur der Geschichte: Boojohni. Ein Troll im Dienst von Larks Vater der ihr, nach dem Tod ihrer Mutter, als Väterlicher Freund und Ratgeber zur Seite steht.
Ohne ihn wäre die Erzählung definitiv ärmer.

 Einen gut eingesetzten Prolog, sagt man, erkennt man unter anderem daran dass er mehr ist als nur Vorgeschichte, ein gelungener Prolog ist integraler Teil der Erzählung welcher erst zum Ende sein Geheimnis preis gibt, und diese Karte spielte Amy Harmon in Bird & Sword, für mich zumindest, mit Bravour. Das ganze Buch über dachte ich schon alles über Tiras Fluch zu wissen, bis zum Ende hin alles wieder auf den Prolog zurückkehrt und eine wenig beachtete Passage sich als Schlüssel zur Geschichte erweist mit der alles noch einmal verändert wird...

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* Deren Name mich jedes mal unwillkürlich an Flash Gordon denken ließ, inklusive Queen Erkennungssong und Brian Blessed als Prinz Vultan von den Vogelmenschen.

Donnerstag, 8. März 2018

tucking fypos

Meine Tageszeitung ist ein wahres Füllhorn an ungewöhnlichen Meldungen, jüngst erst berichtete man dort von der Südwet Fraktion der CDU.
Doch der Hinweis auf einen umgekehrten Medusaeffekt... nun ja, er hat aber schon recht, der Kommentator, es würde mich ganz schön stressen wenn mein Chef nur einer würde, von mehreren ganz zu schweigen:


Montag, 12. Februar 2018

Me, as an artist

 Eigentlich sollte ich ja hier über Bücher quatschen, aber mit dem Schreiben habe ich es gerade nicht so. Deshalb, for something completely different, gibt es eben einen Post zu meinem jüngsten, endlich fertiggestellten Cover Projekt:

Weird Werewolf Tales
 
 Für eine größere Ansicht in früherer Version: Deviant Art
 
 Das Bild ist ein Coverentwurf für eine Sammlung an Werwolf Geschichten aus alten Weird Tales Magazinen welche ich gerade Stück für Stück durch ein Textverarbeitungsprogramm jage um sie dann im eBook Format zu sammeln.

 Im großen und ganzen bin ganz zufrieden damit wie das Bild herausgekommen ist. Mein größtes Problem war die einzelnen Elemente einigermaßen realistisch zu kombinieren, eine Aufgabe die an den Füßen des Models leider hatnäckig gescheitert ist, weshalb ich sie letzlich unter dem Titel versteckt habe.

 Mit dem Titelzug bin recht zufrieden, es ist nicht ganz einfach (für mich zumindest) einen Titel in Photoshop sauber in den Hintergrund zu integrieren. 
Man merkt eventuell das ich das "Weird" aus dem Titel habe fallen lassen - es hat einfach nicht dazu gepasst.


 Wenn ich für mich selbst ein Cover entwerfe gibt es zwei Kriterien an die ich mich zu halten versuche, das erste habe ich von einer Seite übernommen die über die Gestaltung von Covers im Allgemeinen und Romance Covers im besonderen im Digitalen Zeitalter sprach, das zweite ist einfach nur persönliche Präferenz:

 Erste Regel:
 
 Ein Cover muss auch als Tumbnail funktionieren, und sollte sich aus der Masse abheben. 
Ich denke da schneidet es ganz gut ab. Man kann Titel und Illustration immer noch klar erkennen und die Farben sorgen für einen auffallenden aber harmonischen Kontrast.





 Zweite Regel:
 
 Da ich meine eigenen Covers natürlich für meinen eBook Reader gestalte, gilt das diese auch im Grayscaleformat wirken müssen.
Hier musste ich leider Abstriche bei der Lesbarkeit hinnehmen, da ich von der (ursprünglich Blutrot gehaltenen) Farbgebung des Titels nicht abweichen will. Leider ist rote Schrift auf roten Blättern in Grau nicht sehr gut zu unterscheiden... (wer hätte es Gedacht?)

Dafür bin mit den anderen Effekten zufrieden, wie den Kerzenflammen und den leuchtenden Wolfsaugen.
 
 
 Ein Geständnis noch, so ganz unter uns:
Ich gehöre zu den Menschen die der Unart frönen mit dem viel lamentierten Dropshadow zu arbeiten wenn ich in Photoshop einen Titelzug generiere. Es ist schlicht die einfachste Art die ich kenne einen Schriftzug harmonisch in ein Bild zu integrieren und gleichzeitig besser hervorzuheben.

Credits:
Model - MJ Ranum
Wolf - Dennis Matheson, PNG file ITSDura
Backdrop - Malleni Stock 
Font - Apocalypse Now, von Jens R. Ziehn