Diese Website verwendet Cookies, um Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Informationen werden an Google weitergegeben.
Durch die Nutzung der Website erklären Sie sich mit Googles Weltherrschaftsbestrebungen einverstanden.

Montag, 20. April 2015

Kurz notiert








The very best of Charles de Lint, Charles de Lint
(Tachyon Publications, 2010)


Fans der Urban Fantasy, und insbesondere jenen die Wert auf mehr Fantasy, d. h. hier Folkloristische Elemente, legen, denen möchte man Charles de Lints Best of Sammlung nahe legen. Gerade in den ersten Geschichten besticht der Autor mit Leichtfüßigen unterhaltsamen Erzählungen, die dann aber zunehmend düsterer im Tonfall werden.
Ab der Hälfte verliert der Autor sich in einem unangenehm pessimistischen Weltbild, und jede der ab da enthaltenen Geschichten kreist von nun an um das selbe zentrale Thema und der Autor beginnt jeder seiner weiblichen Charaktere eine Historie mit sexualisierter Gewalt auf den Leib zu Schreiben.

Ein guter Schreiber, aber einer den ich aus oben genannten Gründen nur unter großen Vorbehalten weiterempfehlen wollte.











Im Tal des Fuches, Charlotte Link
(blanvalet, 2013)


Gleiches gilt auch für die Autorin Charlotte Link, deren flüssiger, einnehmender Schreibstil einen nur so durch die Seiten Fliegen lässt auch dann wenn über lange Zeiträume "nichts passiert". Links Geschichten beziehen ihre Faszination aus der alltäglichkeit, aus vertrauter Gewohnheit und Gewöhnlichkeit die das Leben ihrer Charaktere bestimmt.
Eine recht drastisch beschriebene, sadistische Vergewaltigungsszene liess mich aber das Buch irgendwo zwischen Seite 100 und 200 abrechen. Und letzlich haben mich dann doch weder die Geschichte noch der Schreibstil genügend zu fesseln vermocht, um herauszufinden wollen in wie fern diese Szene schließlich Plotrelevant werden wird.

Da das Element sexualisierter Gewalt in Frau Links Geschichten üblich zu sein scheint, gehört sie hiernach zu den Autoren und Autorinnen deren Bücher ich persönlich nicht Weiterverfolgen werde.

Kommentare:

  1. Gerade in UF scheint sexualisierte Gewalt mittlerweile ein fester Bestandteil vieler Bücher zu sein, das ist einer der Gründe, warum ich das Genre so gut wie nicht mehr lese. Da bevorzuge ich dann doch die paranormal romances.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zu der Erkenntnis, bezüglich dem UF Genre bin ich leider auch gelangt, weswegen ich da kaum noch neue Autoren aufgreife. Einzig Seanan McGuire steht noch mit ihrer InCryptid Serie auf meiner Wunschliste - auch deshalb weil die Autorin in einem Post ausdrücklich betont hat das in ihren Geschichten keine sexualisierte Gewalt vorkommen wird.

      PNRs sind im größeren Teil, soweit von mir gelesen/angelesen, nicht so mein Fall, mir ist da der Übergang zur erotischen Literatur zu fliessend.

      Löschen